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Zahntechniker - Keine Preistreiber

Zahntechniker - Keine Preistreiber im Gesundheitswesen!

Die Einführung befundbezogener Festzuschüsse beim Zahnersatz war von Beginn an nicht unumstritten. Während die Befürworter die Teilhabe der Versicherten am zahnmedizinisch-technischen Fortschritt in den Vordergrund stellten, warnten die Gegner vor einer zusätzlichen finanziellen Belastung der Patienten.

Der Verband der Ersatzkassen, vdek, der im Jahre 2005 erstmals eine Analyse zu den Auswirkungen befundbezogener Festzuschüsse beim Zahnersatz vorlegte, hat nun für das Jahr 2009 eine Folgeerhebung erstellt, in der auch auf die Entwicklung des Versichertenanteils im Zeitraum von 2005 bis 2009 eingegangen wird.

„Der Anstieg der Kosten für Zahntechnik (Material- und Laborkosten) erscheint auf den ersten Blick unspektakulär“ heißt es in der aktuellen Auswertung des vdek. Mit Kostensteigerungen von 5,5 % in der Regelversorgung und 5,1 % in der gleichartigen Versorgung folgte der Anstieg der Material- und Laborkosten im Zeitraum von 2005 – 2009 im Großen und Ganzen der kumulierten Grundlohnsummenrate, die im genannten Zeitraum um 5,46 % stieg. Bei den andersartigen Versorgungen stiegen die Kosten insbesondere aufgrund des Anstiegs der Implantatversorgungen um 8,3 %. Aber auch diese Kostensteigerung liegt noch unterhalb der Inflationsrate, die im genannten Zeitraum mit 8,7 % zu Buche schlug!

Betrachten wir die Entwicklung bei den Material- und Laborkosten differenziert nach zahnärztlichem Praxislabor und gewerblichem Labor, so sind nach der Analyse des vdek folgende Veränderungen festzustellen: Gleichartige Versorgungen werden verstärkt durch das gewerbliche Labor erbracht. Hier ist für den Zeitraum 2005-2009 ein Anstieg gegenüber dem Praxislabor um 6,5 % festzustellen. Gegenteilig ist die Entwicklung bei den andersartigen Versorgungen, insbesondere den Implantatversorgungen. Bei diesen ist der Anteil der zahnärztlichen Praxislabore um 10,7 % gestiegen und bei den gewerblichen Laboren entsprechend zurückgegangen.

Zwar bezieht sich die Festzuschussfolgeerhebung für das Jahr 2009 nur auf den Ersatzkassenbereich und sie stellt lediglich eine Stichprobe dar, doch lässt sich unter dem Strich feststellen, dass die Zahntechniker jedenfalls nicht zu den Preistreibern im Gesundheitswesen gehören. Im Bereich der Regelversorgungen ist der Versichertenanteil konstant geblieben, da in den letzten fünf Jahren die Festzuschüsse entsprechend gestiegen sind und sogar im Bereich der andersartigen Versorgungen lagen die Kostensteigerungen noch unterhalb der Inflationsrate!

 

 

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