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Zahnersatz: Vom Befund bis zur Versorgung

Bei Zahnersatz gibt es viele Möglichkeiten – Patienten sollten die Beratungs- und Informationsangebote von Zahnärzten und Dentallaboren stärker nutzen

Nehmen wir einmal ein ganz einfaches Beispiel: Durch Karies ist ein Zahn so stark zerstört, dass er entfernt werden muss. Welche Behandlung gewählt wird, hängt vom Gesamtbefund des Gebisses, den zahnmedizinischen Möglichkeiten sowie von den Wünschen und finanziellen Möglichkeiten des Patienten ab. Funktionalität, Haltbarkeit, Verträglichkeit und Ästhetik des Zahnersatzes sind dabei wichtige Entscheidungskriterien.

Nach einer Untersuchung des gesamten Gebisses klärt der Zahnarzt den Patienten zunächst über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten auf. In aller Regel ist bei Verlust auch Seriöse Zahnersatz-Infos im Internet eines einzelnen Zahnes wichtig, die Lücke so schnell wie möglich zu schließen. Es besteht sonst die Gefahr, dass die übrigen Zähne in die Lücke „kippen“ – Fehlbelastungen der übrigen Zähne infolge der Zahnfehlstellungen sind dann möglich. Zahnersatz ist also nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern er stabilisiert das Lückengebiss und wirkt weiteren Schäden entgegen.

Eine herausnehmbare Teilprothese kommt beim Fehlen nur eines Zahnes allenfalls als Übergangslösung infrage. Die Regelversorgung ist hier eine festsitzende Brücke. Sie stützt sich auf den der Lücke benachbarten Zähnen ab. Diese müssen dafür allerdings beschliffen werden, da sie als Stützpfeiler dienen. Mithilfe der fest aufzementierten Ankerkronen wird der fehlende Zahn stabil ersetzt. Professor Klaus Lehmann, wissenschaftlicher Leiter des Kuratoriums perfekter Zahnersatz: „Eine Brücke bietet sich vor allem dann an, wenn die der Lücke benachbarten Zähne stark gefüllt oder kariös sind und ohnehin überkront werden müssen. Bei kariesfreien Nachbarzähnen ist die implantatgetragene Krone die beste Versorgung. Das Implantat wird in die Zahnlücke gesetzt und heilt dort im Kieferknochen fest ein. Es stellt eine optimale Basis für Zahnersatz dar.“

 

 

Des Weiteren ist die Frage des Materials zu klären. Der Patient kann zwischen Kunststoff, Keramik und/oder metallischen Werkstoffen wählen. So bieten sich beispielsweise für festsitzenden Zahnersatz im nicht sichtbaren Bereich mundbeständige Metall-Legierungen als preisgünstige Lösung an. Die in der Zahnmedizin verwendeten Metall-Legierungen sind belastbar und biologisch verträglich, in Bezug auf die Ästhetik aber nicht jedermanns Sache. Mit Kunststoff verblendete Kronen und Brücken passen sich farblich gut den natürlichen Zähnen an. Sie sind jedoch im Vergleich zu keramisch verblendetem, festsitzendem Zahnersatz weniger abriebfest und farbstabil. Die in einem solchen Fall auch auf lange Sicht naturgetreuesten Versorgungen werden aus Keramik hergestellt. Keramik ermöglicht Kronen und Brücken, die vom natürlichen Zahn nicht zu unterscheiden sind. Sie ist außerdem hoch bioverträglich. Die modernen Keramiken überzeugen auch durch eine sehr hohe Abrieb- und Bruchfestigkeit.

Stehen Art des Zahnersatzes und der Werkstoff fest, erstellt der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan. In diesem sind der Befund, die Regelversorgung und die tatsächlich geplante Versorgung nach Art, Umfang und Kosten aufgelistet. Patienten können ihren Zahnarzt bitten, den unterschriebenen Heil- und Kostenplan direkt an ihre Krankenkasse zu schicken. Nach Prüfung und Genehmigung schickt die Kasse den Plan an den Zahnarzt zurück, der dann seinerseits den Patienten zwecks Terminabsprache kontaktiert. So sparen Patienten Zeit und es kann zügig mit der Versorgung begonnen werden.Das Kuratorium perfekter Zahnersatz rät Patienten darüber hinaus, die Vorteile der direkten Kooperation zwischen Zahnarzt und regional ansässigem Dentallabor zu nutzen, denn sie ist die beste Voraussetzung für individuell auf den Patienten abgestimmten Zahnersatz. Dies gilt ganz besonders bei hohen ästhetischen Ansprüchen. Zahntechnikermeister Roland Unzeitig, 1. Vorsitzender des Kuratoriums, dazu: „Ich kann nur jeden ermuntern, die Farbabstimmung direkt mit dem Zahntechniker vorzunehmen. Lassen Sie sich doch einfach bei dieser Gelegenheit einmal in Ihrem Meisterlabor den Werdegang des Zahnersatzes zeigen!“

Quelle: Zahnersatz aktuell - Informationen des Kuratoriums perfekter Zahnersatz
Nr. 2 / 2007 - April 2007 - Jahrgang 16

 

 

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