*


Suchen nach:


Fortbildungsprogramm 2018 komplett als PDF
Erfahren Sie hier >>mehr<<


der artikulator
Magazin der Zahntechniker-
Innungen Berlin-Brandenburg,
Hamburg und Schleswig-Holstein,
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-
Anhalt und Westsachsen
>>> mehr im Mitgliederbereich



Sie sind hier:  >>> Patient  >>> ZahnersatzRAT 

Wer Biss hat, bleibt jung - Wissenswertes

Wer Biss hat, bleibt jung - Wissenswertes

Langes Leben
2050 wird es erstmals in der Geschichte weltweit mehr ältere als junge Menschen geben. Fortschritte in der Hygiene mit daraus folgender zurückgegangener Säuglings- und Kindersterblichkeit sowie Verbesserungen im Gesundheitswesen, in der Ernährung, im Wohnumfeld und in der Arbeitssituation sind die Hauptgründe dafür. Die Weltbevölkerung wächst um 1,7 Prozent pro Jahr. Die Altersgruppe der über 65-Jährigen nimmt jedoch um 2,5 Prozent zu (World Health Organization Ageing and Health Programme 1998). Im Jahre 2050 erwarten Experten einen Anstieg der über 60-Jährigen von 10 Prozent im Jahr 2000 auf knapp 20 Prozent. (Quelle: Vereinte Nationen)

Auch Deutschland wird alt
Deutschlands Bevölkerung altert: Laut der 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wird im Jahr 2050 jeder Dritte in Deutschland 60 Jahre oder älter und nur die Hälfte der Bevölkerung noch jünger als 48 Jahre alt sein. Standen 2001 noch 44 Menschen im Rentenalter 100 Menschen im Erwerbsalter gegenüber, werden es 2050 bereits 78 sein.

Pflegebedürftige Menschen oft zahnmedizinisch schlecht versorgt
Pflegebedürftige ältere Menschen haben oft Probleme mit ihrer Mundgesundheit. Häufig gehen sie selten zum Zahnarzt, vor allem, wenn sie ihre natürlichen Zähne verloren haben und ein künstliches Gebiss tragen. Insbesondere immobile Menschen zu Hause und in Pflegeeinrichtungen sind unzureichend zahnärztlich versorgt.

Fehlende Zähne schnellstens ersetzen
Fehlende Zähne müssen so schnell wie möglich ersetzt werden: Zahnlücken können sich ungünstig auf das Gebiss auswirken. Die restlichen Zähne werden häufig instabil und fehlende Frontzähne bereiten erhebliche Probleme beim Sprechen. War früher die Teilprothese zum Schließen größerer Lücken die favorisierte Lösung, wünschen sich heute immer mehr Patienten festsitzenden, auf Implantaten gestützten Zahnersatz. Der behandelnde Zahnarzt achtet dabei besonders darauf, dass dieser für den älteren Patienten auch gut zu reinigen ist.

Schlechte Mundgesundheit wirkt negativ auf ganzen Körper
Eine schlechte Mundgesundheit, verbunden mit erheblichen Zahnbelägen, kann sich negativ auf den ganzen Körper auswirken: Sie begünstigt bei älteren Patienten die Entwicklung bakterieller Pneumonien (Lungenentzündungen), Herz-Kreislauferkrankungen wie Schlaganfall und geht in einigen Fällen sogar mit einer erhöhten Sterblichkeit einher. Experten vermuten, dass Keime von der Mundhöhle in den Organismus gelangen und dort Erkrankungen auslösen.

Senioren tragen oft funktionsuntüchtige Prothesen
Senioren tragen oft Prothesen, die nicht mehr funktionsgerecht sind. Mit diesen ist das Kauen meist problematisch, weshalb kauintensive Nahrung vom Teller verbannt wird. Dadurch wird auch der Kiefer weniger beansprucht, wodurch wiederum die Gefahr des Abbaus der Knochensubstanz entsteht. Senioren leiden deshalb häufiger unter ernährungsbedingten Mangelerkrankungen als junge Menschen.

Zahnarzt achtet auf bösartige Erkrankungen der Mundschleimhaut
Der Zahnarzt achtet nicht nur auf kranke Zähne: Auch bösartige Veränderungen der Mundschleimhaut können bei Kontrollterminen entdeckt werden. Tumorerkrankungen der Mundhöhle und des Rachens stehen weltweit an sechster Stelle der häufigsten Krebsarten. Neben Alkohol- und Tabakabusus erhöhen eine schlechte Mundhygiene und Ernährungsdefizite in Form von Vitamin A- und Vitamin C-Mangel die Entstehung einer bösartigen Veränderung der Mundschleimhäute. Auch chronische Verletzungen und Veränderungen der Mundschleimhaut durch schlecht sitzende Prothesen (dauerhafte Druckstellen) oder scharfe Zahnkanten an abgebrochenen oder kariös zerstörten Zähnen zählen zu den Risikofaktoren.

Parodontitis erhöht die Infarktgefahr
Eine tiefe Zahnfleischentzündung, in der Fachsprache profunde Parodontitis, reduziert statistisch betrachtet die Lebenserwartung: Das Herzinfarktrisiko ist bei diesen Patienten um etwa das Siebenfache erhöht. Experten sprechen davon, dass eine ausgeprägte Parodontitis ein höheres Risiko für einen häufig tödlichen Zweit-Infarkt darstellt als ein erhöhter Cholesterinspiegel.

Schlecht sitzende Prothesen
Ältere Menschen leiden häufig unter unzureichender Mundgesundheit: Mehr als die Hälfte der älteren Patienten mit herausnehmbarem Zahnersatz hat Probleme mit ihrer Ansicht nach schlecht sitzenden Prothesen. 30 Prozent davon klagen über Schwierigkeiten beim Kauen und 17 Prozent über wunde Stellen im Mund. [John et al., 2003].

17 Prozent der Prothesenträger verstecken ihr Lächeln
Einer Studie des Kölner Instituts der Deutschen Zahnärzte zufolge vermeiden 17 Prozent der Prothesenträger ein Lächeln, weil sie Sorge vor dem Blick Fremder auf die eigenen Zähne oder den Verlust der „Dritten“ fürchten. Quelle: Die Welt

Zahnarzt über Osteoporose-Therapie informieren
Zahlreiche ältere und alte Patienten leiden unter Osteoporose. Das Medikament zur Behandlung einer Osteoporose sind die so genannten Bisphosphonate, die den verstärkten Knochenabbau verlangsamen oder verhindern sollen. Dabei ist aber zu beachten, dass Bisphosphonate zum Beispiel nach einer Zahnextraktion die Wundheilung erheblich stören können. Patienten unter Bisphosphonattherapie sollten dies unbedingt ihrem Zahnarzt mitteilen, damit er bei operativen Eingriffen am Kiefer die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen treffen kann.

Angst vor Zahnerkrankungen steigt mit zunehmenden Lebensjahren

 

 

Quelle: Zahnersatz aktuell - Informationen des Kuratoriums perfekter Zahnersatz

Weitere Informationen:
Wer Biss hat, bleibt jung - Wissenswertes