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Berliner Gesundheitshandwerke in der Politik

Berliner Gesundheitshandwerke in der Politik

[BERLIN 20. Februar 2015] - Eine der wichtigsten Aufgaben der Innungen ist es, denjenigen in der Politik, die Entscheidungen treffen, die häufig weitreichende Auswirkungen auf die betroffene Berufsgruppe haben, verständlich zu machen, was die Probleme z.B. des Zahntechniker-Handwerks sind. Erst wenn die Entscheidungsträger wissen, wie es um die Berufsgruppe aussieht, unter welchen Rahmenbedingungen sie arbeitet, welche Entwicklung sie genommen hat und worunter sie besonders leidet, erst dann können die entscheidenden Personen bei anstehenden Entwicklungen dieses Wissen entsprechend berücksichtigen. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder und an allen denkbaren Stellen „sichtbar“ zu machen und von den Sorgen und Nöten des Handwerks zu berichten. Um uns für diese Aufgabe etwas größer und damit noch etwas „sichtbarer“ zu machen, haben wir uns mit den übrigen Berliner Gesundheitshandwerkern, also den Augenoptikern, den Hörgeräteakustikern, den Orthopädietechnikern und den Orthopädieschuhmachern, zusammengetan.

Am 20.02.2015 haben sich die Berliner Gesundheitshandwerke im Labor des Landesinnungsmeisters Rainer Struck mit der Bundestagsabgeordneten Frau Mechthild Rawert, die als Berlinerin nicht nur in Tempelhof-Schöneberg ihren Wahlkreis hat, sondern darüber hinaus auch Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages ist, getroffen. In einem gut zweistündigen Gespräch mit anschließendem Laborrundgang wurde Frau Rawert die Situation der Gesundheitshandwerker im Einzelnen aufgezeigt und anhand vieler Beispiele die Entwicklung der Handwerke unter dem Einfluss der Gesundheitsreformen, die Problematik der Preisregulierung bei Kostenexplosion, die Schwierigkeit der Interessenvertretung wegen der mangelnden Repräsentation in den Entscheidungsgremien und die Schwierigkeit der erheblichen Unausgewogenheit der Finanz- und Machtverhältnisse zwischen den freiwillig organisierten Innungen der Gesundheitshandwerke, den Kassen als Verhandlungspartnern um Preise und Leistungen und auch der (Zahn-)ärzteschaft als wichtiger Auftrags- bzw. Verordnungsgeber für die Gesundheitshandwerke.

Frau Rawert nahm sich bemerkenswert viel Zeit, sich die Informationen, die jedes einzelne Gewerk anzubieten hatte, anzuhören, fragte interessiert nach und bestätigte letztlich, dass die Gesundheitshandwerke für die Patienten ganz wesentliche Leistungen bereitstellen, im Gegensatz zu ihrer Bedeutung aus Patientensicht jedoch in der Politik und auch in der Gesellschaft allgemein zu wenig wahrgenommen werden. Um dies zu ändern baten die Berliner Gesundheitshandwerke das Treffen zukünftig mindestens einmal jährlich zu wiederholen, um das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen zu vertiefen und jeweils aktuelle Themen zu besprechen. Frau Rawert hat diesem Vorschlag der Berliner Gesundheitshandwerke erfreulicherweise zugestimmt. Wir freuen uns bereits heute auf eine Fortsetzung dieser wirklich höchst angenehmen Begegnung Politik und Berliner Gesundheitshandwerk!

 

 

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